Prof. Dr. Christian Kehrt

 

 

 

 

 

 

 

Zur Person

1993-2001 Studium Neuere Geschichte u. Philosophie in Tübingen und Stony Brook, NY

2003-2006 Graduiertenkolleg Technisierung und Gesellschaft, TU Darmstadt

2007 Dissertation: „Moderne Krieger. Die Technikerfahrung deutscher Luftwaffenpiloten von 1910 bis 1945“

2006-2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Technik- und Wissenschaftsgeschichte, Deutsches Museum München

Projekt: „Knowledge-production and Innovation at the Nanoscale. Instruments, Images and Visions in the Practice of Nanotechnology“ im Rahmen der Förderinitiative „Innovationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft“ der VolkswagenStiftung.

09/2009-03/2010 Fellow am Rachel Carson Center für Umwelt und Geschichte

04/2010-06/2015 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg, am Lehrstuhl für Neuere Sozial-, Wirtschafts-und Technikgeschichte.

09-10/2011 Forschungsstipendium, DHI Paris

07/2012 Karl- Ferdinand-Werner Fellowship, DHI Paris

 

Preise

2008 Preis der Georg-Agricola-Gesellschaft für Naturwissenschafts- und Technikgeschichte

2008 Herbert Schumann-Preis der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt

2010 Werner-Hahlweg-Preis für Militärgeschichte (2. Platz)

 

Schwerpunkte in Forschung und Lehre

- Kulturgeschichte der Luftfahrt

- Mensch-Maschine Interaktionen im 20. Jahrhundert

- Verbindungen von Technik- und Militärgeschichte

- Wissensräume der Polarforschung

- Wissenschaft und Technik im Kalten Krieg

- Globale Umwelt- und Wissenschaftsgeschichte

- Historische Zukunfts- und Innovationsforschung

- Geschichte der Schlüsseltechnologien (Mikroelektronik, Biotechnologie, Nanotechnologie)

- Oral History

 

 

Wissenschafts- und Technikgeschichte

Technik- und Wissenschaftsgeschichte sind integraler Bestandteil der Neueren Geschichte. Ziel ist ein umfassendes historisches Ver­ständnis moderner, auch nicht-westlicher technischer Kulturen, in denen Wissenschaft, Tech­nik und Gesellschaft untrennbar miteinander verwoben sind. Dabei geht es nicht allein um Diskurse und Bilder, sondern die Materialität und Eigenheit der Technik, wissenschaftliche Praktiken sowie die jeweiligen historischen Kontexte und Aneignungsprozesse im Spannungsfeld von Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft. Von besonderem Interesse sind Problemkonstellationen im Bereich der Wissenschafts- Umwelt und Technikgeschichte, die bis in die Gegenwart reichen. Ich teile den Ansatz der Science and Technology Studies, interdisziplinär zu arbeiten und auch die für Historiker an sich unüblichen Zeithorizonte der letzten dreißig Jahre bis in die Gegen­wart hinein zu berücksichtigen. Der Fokus liegt dabei jedoch nicht primär auf epistemologischen Fragen der Laborstudien. Vielmehr sollen technische und episte­mische Objekte und Akteure in breiteren wirtschaftlichen, gesell­schaft­lichen und politischen Kontexten behandelt und damit Fragen von Kontinuität und Wandel stärker als in der Philosophie oder Soziologie adressiert werden.  

Schwerpunkte in Forschung und Lehre bilden die Geschichte der Polar- und Meeresforschung, die Luftfahrt- und Weltraumgeschichte sowie Fragen neuer Technologie wie der Mikroelektronik, Festkörperphysik und Nanotechnologie.

 

 

Bildquellen:

  • Amerikanisches Atom-U-Boot „Skate“ im Jahr 1959 am Nordpol. In: Willy Ley, Die Pole. Life Magazin, 1967, S. 159.
  • Frank Trixler, LMU/CeNS: Organic Semiconductor Nanostructures, Wikipedia Common
  • http://www.airplanesgallery.com/gallery/concorde/

 

 

Postanschrift:

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Schleinitzstr. 13

38106 Braunschweig

 

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Mittwoch 11-12 Uhr